Der Fall Skripal

Update 27.09.2018
Es gibt offensichtlich neue Erkenntnisse im Fall Skripal. Zwei Verdächtige (Ruslan Boshirov” und “Alexander Petrov”) befanden sich zur fraglichen Zeit in Salusbury. Zumindest einer der Verdächtigen (Borishov) ist lt. Recherchen von Belincat vermutlich ein hochdekorierter russischer Colonel namens Anatolyi Chepiga.
Die Recherchen erscheinen von Belingcat erscheinen mir ausnahmsweise glaubwürdig. Offensichtlich haben sich die zwei Verdächtigen während ihres 55 stündigen Aufenthaltes zweimal nach Salisbury begeben. Das veröffentlichte Interview mit den zwei Russen wirft dagegen mehr Fragen auf als Antworten. Es ist doch eine sehr unglaubwürdige Geschichte, die sie auftischen wollen. Möglicherweise gehören sie wirklich dem russischen Geheimdienst an. Allerdings erklärt das noch nicht die merkwürdigen Umstände der Vergiftung. Die offizielle Geschichte lautet ja immer noch, dass Borishov (alias Chepiga) oder Petrov das Novitchok auf der Türklinke von Skripals Wohnung aufgebracht haben. Beim Verlassen des Hauses müssen dann beide Skripals damit in Kontakt gekommen sein. Anschließend sind sie angeblich stundenlang durch Salisbury gefahren bzw. gelaufen, haben zwischendurch noch etwas in einem Pub gegessen, bevor sie abschließend gleichzeitig im Park bewusstlos zusammenbrachen. Daran kann ich nicht glauben. Vielleicht sind die zwei Russen wirklich vom Geheimdienst und haben Kontakt zu Sergej Skripal aufgenommen. Vielleicht ging es aber nicht darum, Skripal umzubringen sondern um Informationsaustausch. Ich frage mich auch, welche Rolle die mögliche Verbindung zwischen Sergej Skripal und Christopher Steele in diesem Zusammenhang spielen könnte. Es ist alles sehr mysteriös und ich bin gespannt, was hier noch alles herauskommt. Schade, dass man überhaupt keine Stellungnahme von Sergej Skripal mehr hört.
Ende des Updates

Die Stimmungsmache gegen Russland nimmt immer bizarrere Formen an. Kurz nachdem in Groß-Britannien ein Anschlag auf Sergei Skripal (einen ehemaligen russischen Doppelagenten) und seine Tochter verübt wurde, läuft die westliche Anti-Russland Propaganda schon wieder auf Hochtouren. Der Grund ist angeblich, dass der Anschlag mit „Gift eines Types ausgeführt wurde, der in der Sowjetunion entwickelt wurde“. Ohne irgendwelche Beweise vorzulegen, oder ein glaubwürdiges Motiv zu benennen, stand für viele Politiker und Journalisten sofort wieder mal Putin als der Schuldige fest.

Weiterlesen „Der Fall Skripal“

Advertisements

Aussagen bekannter Personen

Aussagen zu US-Politik, Medien, Syrien, Libyen, Kosovo, MH17

Jimmy Carter (39. US-Präsident)
„Heute sind wir (die USA) nur noch eine Oligarchie, mit grenzenloser politischer Bestechung mit dem Grundsatz den Präsidenten zu stellen.

Helmut Schmidt  (ehemaliger deutscher Bundeskanzler)
„Für den Frieden der Welt geht von Russland heute viel weniger Gefahr aus als etwa von Amerika.“

„Die Nato ist nur noch ein Instrument US-amerikanischer Hegemonibestrebungen.“

Madeleine Albright (Ehemalige US-Außenministerin)
 “Die Russen verfügen über mehr Bodenschätze als ihnen zustehen. Davon wollen wir auch unseren Anteil“
Auf die Frage, ob das US-amerikanische Embargo gegen den Irak, das eine halbe Million irakischer Kinder das Leben gekostet hat, diesen Preis wert gewesen sei.
„Es war diesen Preis wert“
Henry Kissinger (frühere US-Außenminister)
„Öl ist zu wichtig, um es den Arabern zu überlassen“.

Wesley Clark (ehemaliger US-General und Nato-Oberbefehlshaber)
Er enthüllte bereits 2007 Pentagon Kriegspläne aus dem Jahr 2001, die in einem geheimen Memo aus dem Verteidigungsministeriums stammen.
„Wir werden sieben Länder angreifen und deren Regierungen stürzen – beginnend mit Irak, dann Syrien, Libanon, Lybien, Somalia, Sudan und Iran.“

Unser Land war in die Hände einer Gruppe von Männern, Paul Wolfowitz, Dick Cheney, Donald Rumsfeld und anderen, geraten, die den mittleren Osten destabilisieren, ins Chaos stürzen und unter unsere Kontrolle bringen wollten“

Philip Mark Breedlove (ehemaliger US-General und Nato-Oberbefehlshaber)
„Die USA sind bereit, gegen Russland in Europa zu kämpfen und es zu besiegen“.

Georg Friedmann (Gründer des US-Think-Tanks Stratfor)
„Das Hauptinteresse der vereinigten Staaten im vergangenen Jahrhundert waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Weil sie vereint die einzige Macht sind, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.“
https://www.youtube.com/watch?v=93evBMAVmNA

Weiterlesen „Aussagen bekannter Personen“

Kommentare, Stellungnahmen und Briefe

Hier sammele ich mal einen Großteil meiner Kommentare zu Themen, die mich interessieren. In erster Linie sind es Kommentare  zu den Spon-Artikeln (Spiegel-Online), weil leider bei Spon ein Großteil der Kommentare nicht veröffentlicht werden und ich
das einfach schade finde, um die Mühe die ich mir gemacht habe 😉

 


7.12.2018 Kommentar zu
Zweifel an der ‚Transatlantischen Freundschaft‘. Werden wir Russland gerecht? Von Dr. Peter Becker
Natürlich werden wir Russland nicht gerecht. Ich könnte (auch, aber nicht nur in Anbetracht unserer Vergangenheit) in den Boden versinken, vor Scham wegen dieser Hetze und Propaganda gegenüber Russland, die auch von unseren Leitmedien massiv unterstützt wird. Dabei kann doch jeder, der sich dafür interessiert, wissen wer der Aggressor ist. Es würde ja schon reichen, sich die Höhe der Militärausgaben oder die Anzahl der Militärstützpunkte anzusehen. Ansonsten empfehle ich mal das Buch „Bekenntnisse eines Economic Hit Man“ von John Perkins oder „Illegale Kriege“ von Daniele Ganser zu lesen. Ich bin aber überzeugt, dass der allergrößte Teil unsere Politiker das ebenfalls weiß, ihr Handeln aber zu einem sehr großen Teil durch Opportunismus bestimmt wird.
Ich stelle es mir immer ein bisschen so vor, wie in einer Schule, in der es einen brutalen Schläger gibt, der alle um ihr Pausenbrot und ihr Taschengeld erpresst und jeden krankenhausreif schlägt, der sich widersetzen will. Es gibt offensichtlich nur wenige, die den Mut und die Zivilcourage hat, sich gegen diesen Schläger und auf die Seite der Schwachen zu stellen. Die Gefahr, anschließend selber im Krankenhaus aufzuwachen ist doch relativ groß. Viel einfacher ist es offensichtlich, sich mit dem Schläger zu verbünden, und dann relativ bequem und luxeriös von den Krümeln zu leben, die er seinen Verbündeten übrig lässt.
Allerdings wird die Situation langsam kritisch, da sich offensichtlich einige der Schwachen vorgenommen haben, sich nicht weiterhin erpressen zu lassen.
Ich hoffe (aber glaube leider nicht daran), dass der Schläger nicht die gesamte Schule demoliert, bevor er einsieht, dass seine dauerhafte Alleinherrschaft nur eine Utopie war.

Syrienkrieg

Update 20.04.2018
Schon wieder fand ein „angeblicher“ Giftgasanschlag in Syrien (Duma) statt, für den sofort wieder die Regierung Assads verantwortlich gemacht wurde. Dabei deuten die Umstände und auch die Motive viel eher auf die sogenannten Rebellen hin. Es sieht sogar so aus, als wäre der Giftgaseinsatz nur von Weißhelmen inszeniert gewesen und hätte überhaupt nicht stattgefunden. Sowohl der bekannte Autor Robert Fisk, als auch der ZDF-Reporter Uli Gack (der dafür allerdings viel Schelte bezog) und auch andere Reporter, die vor Ort waren und Zeugen befragten, haben keinen Hinweis auf einen Giftgaseinsatz gefunden. Die Zeugenaussagen deuten auf eine billige Inszenierung hin, bei denen Menschen, die aufgrund von Staubentwicklungen unter Atemwegsproblemen litten und deshalb die Klinik aufsuchten, dazu missbraucht wurden um hier in einer Propagandainszenierung mitzuwirken. Es ist schon deshalb ziemlich unglaubwürdig, da der Vorwurf, dass hier ein einzelner Giftgasbehälter abgeworfen wurde schon aus militärischer Sicht überhaupt keinen Sinn macht. Wenn Giftgas eingesetzt wird, dann geschieht das in der Regel großflächig. Was sollte es Assad bringen, wenn ein Behälter irgendwo explodiert und dabei ein paar Zivilisten zu Schaden kommen? Die ganze Giftgas-Geschichte kann man ohnehin nur aufrecht erhalten, wenn man voraussetzt, dass alles was von Russland oder von Syrien dazu vorgelegt wird von vorne herein unglaubwürdig ist und die Informationen der westlichen Geheimdienste, die angeblich vorliegen, aber nicht veröffentlicht werden, grundsätzlich vertrauenswürdig sind. Das halte ich aber in Anbetracht der Erfahrungen aus der Vergangenheit schon mal für ausgesprochen fragwürdig.
Dennoch hat das die die Verantwortlichen in den USA, Frankreich und Groß-Britannien nicht davon abgehalten, Syrien erneut völkerrechtswidrig zu bombardieren. Dabei wurden über 100 Raketen auf syrische Ziele abgeschossen und angeblich unter anderem Lager und Forschungslabore von Chemiewaffen in Damaskus und in Homs bombardiert. Ich hoffe allerdings sehr, dass das es sich dabei nur um eine Lüge handelt, um in der Bevölkerung die Akzeptanz für diese Bombardierungen zu erhöhen. Wahrscheinlich dachten die Verantwortlichen, wenn man sagt, dass man dem bösen Assad sein Giftgas zerstört, dann kann da keiner dagegen sein. Doch vermutlich hat sich vorher keiner Gedanken gemacht, was passiert wäre, wenn es sich wirklich um Giftgaslager gehalten hätte und diese wären unkontrolliert bombardiert worden. Die Giftgaswolke hätte vermutlich unzählige Tote gefordert. Das traue ich den Verantwortlichen schon deshalb nicht zu, weil sie dadurch vermutlich auch noch die letzte Unterstützung in der Bevölkerung verloren hätten. Aber ich glaube ohnehin nicht, dass die syrische Regierung noch über größere Bestände an Giftgas verfügt. Die Bestände sind bereits vor Jahren unter Aufsicht vernichtet worden.
Was besonders schlimm finde ist, dass auch unsere Politiker (wie z. B. Außenminister Maas, Kanzlerin Merkel) diese Bombardierungen als angemessen bezeichneten. Dadurch machen sie sich mitverantwortlich für diese völkerrechtswidrigen Verbrechen. Das einzig „Gute“ an der Bombardierung war, dass sie anscheinend keine Todesopfer forderten und die Situation nicht weiter eskalierte.
Dennoch deutet alles darauf hin, dass sich noch nicht alle damit abgefunden haben, dass es mit dem geplanten Regime-Change in Syrien nichts wird. Es wird ignoriert, dass immer noch die Mehrheit der Syrer hinter Assad steht und sich nicht mit einer Machtübernahme der Islamisten anfreunden können. Da wird immer noch versucht die Einflussnahme in Syrien damit zu rechtfertigen, dass man ja „Verantwortung übernehmen“ müsse. Das dieser ganze Schlamassel überhaupt nicht passiert wäre, wenn sich der Westen nicht anmaßen würde, mit allen Mitteln unliebsame Regierungen zu stürzen und auch vor der Unterstützung gewaltbereiter oppositioneller Gruppen nicht zurück schreckt, wird natürlich nicht erwähnt. Wer das nicht glaubt muss nur mal nach Operation Timber Sycamore zu googeln.
Hier noch ein paar weitere Hinweise und Links.
„Aufgrund starker Winde wehten in der Nacht zum 9. April aus den Trümmern der seit langem bombardierten Stadt Staubwolken in die Keller und Unterstände der Bevölkerung und die Menschen kamen zur Klinik, weil sie an Atemnot litten. Nicht an Gasvergiftung. Bis ein „White Helmet“ an der Tür „Gas“ schrie und eine Panik auslöste, sodass die Patienten sich mit Wasser übergossen.“
Dazu auch Aussagen von Beteiligten
Und die Aussage von Augenzeugen in Den Haag
Aber sicherlich ist das alles russische Propaganda 😉
Vermutlich sind diese Augenzeugen nichts wert, weil sie ja von der russischen Seite präsentiert wurden. Der Westen braucht keine Zeugen und auch keine Beweise – er hat seine Agenda
Update 10.04.2017
Die Situation in Syrien scheint zu eskalieren.
Nach einem angeblichen Giftgasangriff lässt Donald Trump am 7. April 2017 Angriffe auf einen Militärflughafen in Syrien durchführen. Dabei gab es auch mehrere Todesopfer.
Ob aber wirklich Assad für die Angriffe verantwortlich ist,  ist fraglich. Unabhängig von der Frage, warum Assad solch einen sinnlosen Angriff hätte befehlen sollen (nach allen Interviews, die ich von ihm gehört habe, ist er weder komplett bescheuert, noch hatte er die Absicht Selbstmord zu begehen) gab es schon 2013 einen Giftgasangriff, für den Assad verantwortlich gemacht werden sollte, der bis heute noch nicht restlos aufgeklärt ist, für den aber vermutlich vom türkischen Geheimdienst unterstützte dschihadistische Rebellen verantwortlich waren.
Trotzdem äußert unsere Regierung Verständnis, für den überstürzten völkerrechtswidrigen Angriff der USA auf Syrien. Anscheinend wiederholt sich gerade die Geschichte vom Irakkrieg 2003. Unglaublich finde ich in dem Zusammenhang auch Aussagen deutscher Politiker (wie z. B. Verteidigungsministerin von der Leyen), die diesen Angriff auch noch gutheißen.
Überhaupt kann man den Bürgerkrieg in Syrien auch mit ganz anderen Augen sehen, wenn man mal die „westliche Brille“ absetzt.
Übrig bleibt dann ein geplanter Regime-Change, um Assad von der Macht zu entfernen. Ein Grund ist möglicherweise ein geplantes Pipelineprojekt, das von Assad verhindert wurde, weitere Ursachen dürften aber auch darin liegen, dass zusammen mit der Assad-Regierung auch eine wichtiger Verbündeter des Irans und Russlands von der Macht entfernt würde.
Um diesen Regime-Change vor der westlichen Öffentlichkeit zu begründen, wurde ein Propagandafeldzug gestartet, der soweit mir bekannt ist, bisher einmalig ist.
Doch trotz aller Propaganda, gibt es diesmal noch eine breite Gegenöffentlichkeit, die nach den Erfahrungen vom Kosovo-, Irak- und Libyenkrieg nicht mehr an die veröffentlichten Lügen glaubt und daran interessiert ist, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Leider werden diese Informationen in unseren Medien entweder gar nicht gezeigt, oder es wird versucht die Verfasser bzw. die Internetseiten auf denen sie veröffentlicht werden mit der Behauptung zu diffamieren, sie würden Verschwörungstheorien verbreiten.
Es sollte sich jeder ein eigenes Bild machen. Daher habe ich hier mal ein paar alternative Informationen und Links gesammelt.

Weiterlesen „Syrienkrieg“

Donald Trump

Update Jan. 2018
Ok – die Hoffnung auf eine Veränderung der imperialen US-Politik unter Trump hat sich zerschlagen. Aggressionen gegen Nordkorea, statt Verzicht auf provozierende Kriegsspiele vor der koreanischen Küste im Gegenzug auf eine Einstellung des Atomprogramm. Verschärfung des Konfliktes mit dem Iran. Im Iran gehen jetzt Proteste los. Es wird laufend von Demonstrationen gegen das Regime berichtet und von Toten und Verletzten. Gegendemonstrationen der Regime-Befürworter kommen in den Medien nicht vor. Dass viel Gewalt von teils bewaffneten Demonstranten ausgeht, die unter anderem versuchen Polizeistationen zu stürmen wird auch nur in irgendwelchen Nebensätzen erwähnt. Also anscheinend „The same procedur.. “ wie vor anderen Regime-Change (Versuchen). Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Der Iran ist nicht alleine. Vermutlich wird Russland ihn ebenso wenig fallen lassen wie Syrien. Und mit der „Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“ (von vielen schon als Anti-Nato oder als Warschauer Pakt 2.0 bezeichnet, wächst wieder ein starker Gegenpol heran.

Vielleicht hat die Aera Trump ja doch noch etwas Positives. Und zwar die Abkoppelung der deutschen Außenpolitik von den Interessen der USA. Allerdings sollte das nicht dazu führen, dass wir hinterher zwischen zwei Stühlen sitzen. Eine vernünftige Annäherung an Russland ist aber außenpolitisch leider auch nicht in Sicht. Es bleibt spannend.

Man muss Herrn Trump sicherlich nicht mögen. Ich kenne ihn nicht. Ich weiß nicht wie er wirklich ist. Ich kann mich nur über die Presse informieren, und dass ist manchmal sehr schwierig. Wie schon so oft, kommt mir vieles was geschrieben und gesagt wird nicht besonders objektiv vor. Es scheint so, als haben es viele einflussreiche Interessensgruppen darauf abgesehen, ihn lächerlich zu machen und politisch zu diskreditieren. Natürlich macht er das den politischen Gegnern und den Medien mit seiner Art auch sehr einfach. Doch mir tut er mittlerweile leid. Ich muss zugeben, dass ich froh war, dass er gewählt wurde und nicht Hillary Clinton. Erstens hatte ich Angst, dass die politische Agenda von Frau Clinton auf einen eskalierenden Konflikt mit Russland hinausgelaufen wäre (die geplante Flugverbotszone in Syrien hätte hier sicherlich ein nicht zu unterschätzendes Eskalationspotential gehabt, und zweitens war ich der Meinung, dass jeder, der für eine Veränderung in der US-amerikanischen Außenpolitik eintritt eine Chance verdient hat.

Donald Trump hat während des Wahlkampfes eine Rede gehalten, die mich ziemlich beeindruckt hat.

Unserer Bewegung geht es darum ein koruptes politisches Establishment mit einer Regierung zu ersetzen die wieder von euch dem amerikanischen Volk kontrolliert wird…
Hier geht es nicht nur um eine Wahl für vier Jahre. Dies ist ein Scheideweg unserer Zivilisation.
Diese Wahl wird zeigen ob wir eine Demokratie sind oder nur die Illusion einer Demokratie die von einer Handvoll globaler Lobbyisten kontrolliert wird…
Die mächtigste Waffe die die Clintons einsetzen sind die globale Medien. Die Medien habe nichts mehr mit Journalismus zu tun.
Jeder der sich ihnen entgegenstellt wird als Rassist, sexist oderXenophob gebrandmarkt. Sie lügen, lügen, lügen .. Und sie werden schlimmeres tun. Sie tun was immer nötig ist.
Sie wussten dass sie jede Lüge gegen meine Angehörigen und meine Familie  anbringen werden um mich zu stoppen. Trotzdem fange ich gerne diese Pfeile für euch ab, damit wir unser Land zurück bekommen können….
Die einzigen die diese korrupte Maschinerie aufhalten können seid ihr. Die einzige Kraft die stark genug ist unser Land zu retten sind wir.
Unsere große Zivilisation ist an einem Punkt der Abrechnung angelangt.
Ich müsste das nicht tun. Ich könnte ein wundervoll es Leben genießen anstatt durch diese Horrorshow aus Lügen Täuschungen und Attacken zu gehen.
Wer hätte sich das so vorgestellt.
Ich mache das weil mir dieses Land so viel gegeben hat. Ich spüre das es an der Zeit ist diesem Land etwas zurück zu geben.

https://youtu.be/vV0Jn8IF8_E

Natürlich mag es naiv sein, Wahlkampfreden zu vertrauen und zu hoffen, dass gerade ein Milliardär, der unverkennbar auch seine moralischen und menschlichen Schwächen hat und außerdem auch mit seinen politischen Ansichten nicht unbedingt auf meiner Wellenlänge liegt, der Hoffnungsträger sein soll, der erwas an der menschenverachtende und imperialistischen Außenpolitik der USA der letzten Jahrzehnte verändern wird. Doch ich war überzeugt, dass jede Veränderung in der Politik der USA nur ein Fortschritt sein kann. Aus vielen Gründen war ich der Ansicht, dass eine Fortsetzung der Politik die ganze Welt immer näher an den Abgrund gesteuert hätte.

Weiterlesen „Donald Trump“

Krim-Krise

Update 5.12.2018
Wie ich gerade gelesen habe, befürwortet der Atlantic Council offensichtlich einen Terroranschlag durch die Ukraine auf die Brücke von Kertsch.
Das der Atlantik Council nicht irgendwer ist, sondern ein  sehr einflussreicher US-amerikanischer Thinktank, der von  ranghohen Regierungsvertretern und ehemaligen Militärs gesteuert wird.
In einer Veröffentlichung am 26.11.(Russia’s Provocations in the Sea of Azov: What Should Be Done) steht dort unter anderem:
„Die Ukraine sollte sorgfältig die Durchführung einer Spezialoperation prüfen, die die von Moskau gebaute Brücke über die Straße von Kertsch unterbrechen könnte, die die Krim mit Russland verbindet.“
http://www.atlanticcouncil.org/blogs/ukrainealert/russia-s-provocations-in-the-sea-of-azov-what-should-be-done
Das ist in meinen Augen eindeutig der  Aufruf zu einem Terrorakt. den sich Russland vermutlich nicht so einfach gefallen lassen könnte. Es ist wirklich unglaublich und sehr beängstigend, was hier zur Zeit passiert.


Update 26.11.2018
Es gab einen Zwischenfall in der Nähe der Brücke von Kertsch, die das russische Festland mit der Krim verbindet.  Dabei wurden zwei ukrainische Kriegsschiffe und ein Schlepper durch die russische Marine gewaltsam an der Durchfahrt gehindert. AngebIich gab es vorher Hinweise darauf, das die Ukraine geplant haben soll, einen Anschlag auf die Brücke von Kertsch durchzuführen. Nach russischen Informationen sind ukrainische Militärboote dort ohne Genehmigung unterwegs gewesen.  Sie reagierten angeblich weder auf Funkkontakt noch auf andere Warnsignale und wollten sich die Durchfahrt erzwingen. Dabei verletzten sie russisches Hoheitsgewässer und wurden von russischen Schiffen gestoppt. Die Schiffe wurden beschlagnahmt und die Besatzungen verhaftet. Unter den Besatzungsmitgliedern sollen auch zwei Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes gewesen sein, die die Aktion leiteten. Obwohl sich aufgrund dieser Faktenlage die Schuld durchaus nicht eindeutig Russland zuweisen lässt, verhängte die Ukraine das Kriegsrecht.
Es ist erschreckend, wie schnell diese Situation wieder eskaliert ist. Dabei sieht alles nach einer geplanten Provokation durch die Ukraine aus. Möglicherweise versucht Poroschenko alles, um die kommenden Wahlen, noch zu seinen Gunsten zu drehen bzw. vollkommen zu verhindern. Nach aktuellen Umfragen liegt er aussichtslos zurück.

Das allerdings Nato Generalsekretär Stoltenberg der Ukraine die volle Unterstützung der Nato zusagt, noch bevor der Vorfall aufgeklärt wurde, ist beängstigend. Aber es passt in das Bild, dass einige westliche Verantwortlichen offensichtlich eine Verschärfung des Konfliktes mit Russland förmlich herbeisehnen.

Hier sieht man, wie die festgenommenen ukrainischen Soldaten den Vorfall schildern https://youtu.be/P3Z8gWPo1Ns

Und hier auch noch Putins Stellungnahme zu dem Zwischenfall
Ein ebenfalls recht objektiver Bericht in der Neuen Rheinischen Zeitung findet sich hier

 


Was ist hier eigentlich das Problem. Irgendwie verstehe ich es nicht. Eine überwiegend russische Bevölkerung ist mehrheitlich der Meinung, sich lieber Russland anzuschließen, als nach dem Putsch in Kiew weiterhin Teil der Ukraine zu bleiben. Nach meinem Demokratieverständnis sollten die Menschen immer mehrheitlich entscheiden können, wo und wie sie leben wollen. Ich glaube auch nicht, dass irgendjemand ernsthaft anzweifelt, dass es wirklich eine Mehrheit der Krim-Bevölkerung war, die sich für die Abspaltung von der Ukraine und einen Anschluss an Russland ausgesprochen hat. Also war das in meinen Augen doch eigentlich eine sehr demokratische Entscheidung. Ich verstehe nicht, was daran völkerrechtswidrig gewesen sein soll. Abgesehen davon, dass bei der Abspaltung des Kosovos von Serbien eigentlich auch nichts Anderes passiert ist. Naja – vielleicht mit Ausnahme davon, dass die USA jetzt auf der Krim keinen Militärstützpunkt ala Bondsteel errichten dürfen 😉

Weiterlesen „Krim-Krise“

Feindbild Russland

Update 05.12.2018
Seit der angeblichen „Krim-Annexion“  (die von manchen Völkerrechtlern aber nicht als Annexion gesehen wird, da es ein Referendum gab, in dem sich die Mehrheit der Bevölkerung für einen Anschluss an Russland aussprachen) verschärft sich die Situation immer mehr.
Es gibt immer größere Nato-Manöver, die auch immer dichter an die russische Grenze heranrücken. Die Rhetorik wird auch immer aggressiver. Nach dem vermutlich absichtlich durch die Ukraine provozierten Vorfall in der Straße von Kertsch verhängt der ukrainische Präsident Poroschenko das Kriegsrecht.
Darüber hinaus gibt es Vorwürfe an Russland (wie z.B. im Fall Skripal) die, wie ich finde, alles andere als bewiesen sind.
Hier wird anscheinend ganz gezielt auf eine Auseinandersetzung mit Russland hingearbeitet. Es ist beängstigend.


Georg Friedmann (Gründer und Vorsitzender des bekannten US-Thinktank Stratfort im Februar 2015)

«Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland . Weil vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.»
https://www.youtube.com/watch?v=cK54Xp6efw0

In der öffentlichen Wahrnehmung soll offensichtlich zur Zeit der Eindruck erweckt werden, dass es sich bei Vladimir Putin um einen gewaltbereiten und machtgierigen Politiker handelt, der im eigenen Land ein diktatorisches Regime führt und vor dessen Außenpolitik seine Nachbarländer Angst haben müssen. Aber auch auf die Gefahr hin, als sogenannter „Putin-Versteher“ beschimpft zu werden, finde ich diese aktuelle Argumentation nicht fair und auch nicht ehrlich.

Sicherlich gibt es immer noch berechtigte Kritikpunkte an der aktuellen Lage in Russland (Korruption, eingeschränkte Pressefreiheit etc.). Doch ob es Russland heute ohne Putin besser gehen würde darf doch stark bezweifelt werden. Die große Zustimmung, die er auch bei unabhängigen Umfragen in der Bevölkerung hat kommt nicht von ungefähr. Er hat bei seinem Amtsantritt ein Land übernommen, das durch den Zerfall der Sowjetunion und der Misswirtschaft und Ausbeutung des Volkseigentums sowie des darauf folgenden wirtschaftlichen Niedergangs unter der Jelzin-Regierung von 1991-1999 wirtschaftlich am Boden lag und dessen Bevölkerung mit Ausnahme einiger Profiteure, die sich damals am Volkseigentum bereichern konnten, total verelendet war.

Seit Putin im Jahr 2000 an die Macht kam ging es wirtschaftlich und sozial wieder stark aufwärts. Beispielhaft sei hier nur das enorm gestiegene Bruttoinlandsprodukt (2000 ca. 260 Mrd. $ 2012 ca. 2000 Mrd. $), der stark gestiegene Reallohn, die höheren Renten und die abgebaute Staatsverschuldung.
Die Sanktionen, die aufgrund des Ukraine-Konfliktes und der Krim-Krise gegen Russland verhängt wurden, sowie der Ölpreisverfall haben jetzt allerdings dafür gesorgt, dass die positve Entwicklung in Russland unterbrochen wurde.

Auch die immer wieder aufkommenden Vorwürfe wegen der Kriege gegen die Tschetschenen und gegen Georgien sind für mich nur schwer nachvollziehbar. Ich bin der Letzte, der Kriege gutheißen will. Doch wer in diesen Konflikten die alleinige Schuld bei Russland sucht sollte sich vielleicht erst mal mit den Hintergründen dieser Kriege (wie z. B. den Terroranschlägen der tschetschenischen „Rebellen und die Vertreibung der „Nicht-Islamischen Bevölkerung aus Tschetschenien oder den Einmarsch georgischer Truppen in Südossetien der den Krieg in Georgien auslöste) beschäftigen.

In Tschetschenien rissen intensiv aus dem Ausland unterstützte islamistischen Gruppierungen die Macht an sich. Der 1997 noch demokratisch gewählte Präsident Aslan Maschadow musste schon bald einwilligen, die Schari’a einzuführen. Dem Aufbau der staatlichen Exekutivstrukturen widersetzten sich kriminelle Clans. Bis zum Jahr 1999 verwandelte sich Tschetschenien auf diese Weise in ein sicheres Rückzugsgebiet für Mitglieder mafiaähnlicher Vereinigungen, die im ganzen GUS-Raum operierten. Parallel dazu fanden eine erzwungene Islamisierung des öffentlichen Lebens, Übergriffe auf nicht-muslimische Minderheiten und ihr Exodus statt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Tschetschenienkrieg

Außerdem finde es auch in Anbetracht unserer Vergangenheit (immerhin ist es gerade mal 60 Jahre her, dass wir uns verantwortlich für den Tod von ca. 28 Millionen Russen gemacht haben) nicht angebracht jetzt Russland unter der Regierung von Wladimir Putin in dieser Form zu dämonisieren.

Denn erstens hat sich in Russland seit den Zeiten des Stalin-Regimes doch einiges in Bezug auf Freiheit und Menschenrechte getan und zweitens gibt es mittlerweile auch mit Sicherheit einige ernsthafte Kritikpunkte an der Politik der EU und der USA. Dazu gehört unter anderem auch die Einmischung in die Politik von anderen Ländern (wie es momentan auch gerade wieder in der Ukraine passiert). Aber auch die NSA-Affäre oder die Drohnenangriffe gegen „Terrorverdächtige“ in Pakistan und im Jemen, bei denen auch immer wieder Zivilisten sterben, könnten theoretisch auch ein Grund für Sanktionen sein 😉

Weiterlesen „Feindbild Russland“