Aussagen bekannter Personen

Aussagen zu US-Politik, Medien, Syrien, Libyen, Kosovo, MH17

Jimmy Carter (39. US-Präsident)
„Heute sind wir (die USA) nur noch eine Oligarchie, mit grenzenloser politischer Bestechung mit dem Grundsatz den Präsidenten zu stellen.

Helmut Schmidt  (ehemaliger deutscher Bundeskanzler)
„Für den Frieden der Welt geht von Russland heute viel weniger Gefahr aus als etwa von Amerika.“

„Die Nato ist nur noch ein Instrument US-amerikanischer Hegemonibestrebungen.“

Madeleine Albright (Ehemalige US-Außenministerin)
 “Die Russen verfügen über mehr Bodenschätze als ihnen zustehen. Davon wollen wir auch unseren Anteil“
Auf die Frage, ob das US-amerikanische Embargo gegen den Irak, das eine halbe Million irakischer Kinder das Leben gekostet hat, diesen Preis wert gewesen sei.
„Es war diesen Preis wert“
Henry Kissinger (frühere US-Außenminister)
„Öl ist zu wichtig, um es den Arabern zu überlassen“.

Wesley Clark (ehemaliger US-General und Nato-Oberbefehlshaber)
Er enthüllte bereits 2007 Pentagon Kriegspläne aus dem Jahr 2001, die in einem geheimen Memo aus dem Verteidigungsministeriums stammen.
„Wir werden sieben Länder angreifen und deren Regierungen stürzen – beginnend mit Irak, dann Syrien, Libanon, Lybien, Somalia, Sudan und Iran.“

Unser Land war in die Hände einer Gruppe von Männern, Paul Wolfowitz, Dick Cheney, Donald Rumsfeld und anderen, geraten, die den mittleren Osten destabilisieren, ins Chaos stürzen und unter unsere Kontrolle bringen wollten“

Philip Mark Breedlove (ehemaliger US-General und Nato-Oberbefehlshaber)
„Die USA sind bereit, gegen Russland in Europa zu kämpfen und es zu besiegen“.

Georg Friedmann (Gründer des US-Think-Tanks Stratfor)
„Das Hauptinteresse der vereinigten Staaten im vergangenen Jahrhundert waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Weil sie vereint die einzige Macht sind, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.“
https://www.youtube.com/watch?v=93evBMAVmNA

Weiterlesen „Aussagen bekannter Personen“

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Kommentare, Stellungnahmen und Briefe

Hier sammele ich mal einen Großteil meiner Kommentare zu Themen, die mich interessieren. In erster Linie sind es Kommentare  zu den Spon-Artikeln (Spiegel-Online), weil leider bei Spon ein Großteil der Kommentare nicht veröffentlicht werden und ich das einfach schade finde, um die Mühe die ich mir gemacht habe 😉

(wie erwartet mal wieder nicht veröffentlicht)
Licht ins Dunkle
könnte ein Artikel des ehemaligen CIA-Analysten Ray McGovern bringen, der vor ein paar Tagen auf den Nachdenkseiten unter dem Titel „Bei Russia-Gate hat das FBI die Hände im Spiel“ erschienen ist. Darin ging es um die Veröffentlichung von SMS zwischen einem FBI-Agenten der Spionageabwehr (Peter Strzok) und seiner Freundin, der FBI-Juristin Lisa Page.
McGovern schreibt darin unter anderem:
„Wir verfügen plötzlich über Dokumente, die beweisen, dass Schlüsselpersonen aus den US-Geheimdiensten versuchten, den demokratischen Prozess in den USA zu sabotieren. Und so erscheint die jahrelange Russia-Gate-Propaganda in einem neuen, düsteren Zusammenhang. Nun sieht es so aus, dass es nicht die Russen waren, die versuchten, die Ergebnisse der US-Wahlen zu manipulieren, sondern führende Beamte der US-Geheimdienste…“
sehr lesenswert – wie eigentlich alles von McGovern.
03.01.2018
Klar – der Deep State ist nur eine Verschwörung 😉 (nicht veröffentlicht)

http://www.spiegel.de/forum/politik/russland-ermittlungen-trump-verschaerft-seine-kampagne-gegen-das-fbi-thread-696333-1.html

Wer heute noch nicht daran glaubt, dass heute starke Interessensgruppen die Politik in den USA (und nicht nur dort) unabhängig vom jeweiligen Präsidenten mitbestimmen und dabei nicht nur ehrbare und legale Ziele verfolgen, dem ist wirklich nicht zu helfen. Auch die Geheimdienste gehören da sicherlich dazu und führen mittlerweile ein Eigenleben.
Trump kann man ja wirklich viel vorwerfen. Aber das ausgerechnet der einzige gute Vorsatz, den er hatte – nämlich das Verhältnis mit Russland zu verbessern, ihm jetzt zum Verhängnis werden soll, finde ich ausgesprochen bedenklich. Wer ist denn hier so stark an einer Fortführung des kalten Krieges interessiert. Wo siten da die Profiteure?
Ich hoffe, jeder, der weiterhin diese Ziele unterstützt ist sich bewusst, was er damit möglicherweise zu verantworten hat.
Ich empfehle jedem mal die Bücher „Schachbrett des Teufels“ von David Talbot oder „Bekenntnisse eines Economic Hit Man“ von John Perkins. Könnte vielleicht helfen mal einen anderen Blick auf die Ereignisse der letzten Jahrzehnte zu bekommen.

Übrigens wusste schon John F. Kennedy, dass ein sogenannter „Deep State“ existiert.
In seiner Rede am 27. April 1961 sagte er u. a.
Wir haben es mit einer monolithischen und ruchlosen weltweiten Verschwörung zu tun, die ihren Einfluß mit verdeckten Mitteln ausbreitet: mit Infiltration statt Invasion, mit Umsturz statt Wahlen, mit Einschüchterung statt Selbstbestimmung, mit Guerillakämpfern bei Nacht, statt Armeen am Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen, ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert, Andersdenkende werden nicht belobigt, sondern zum Schweigen gebracht..

Aber auch er wurde dann leider zum Schweigen gebracht…

 

02.01.2018 (nicht veröffentlicht)
(Antwort auf Kommentar von KingTut)
„Der Iran ist keine Demokratie. Im weltweiten Demokratie-Index nimmt er Platz 158 ein; nur Syrien ist mit Platz 163 noch schlechter. (..)“
Nicht nur Syrien steht in dem Demokratie-Index hinter dem Iran, sondern auch Saudi-Arabien. Dennoch machen westliche Länder mit den Saudis Waffengeschäfte in Milliardenhöhen. Der Demokratie-Index war doch noch nie ein Grund dafür, ob ein Land aus westlicher Sicht zu den „Guten“ oder den „Bösen“ gezählt wird. Abgesehen davon hätte vielleicht der Iran heute noch demokratische Verhältnisse, wenn nicht damals Mossadegh durch die CIA weggeputscht und durch das Schah-Regime ersetzt worden wäre.
Ich bin jedenfalls misstrauisch, wenn in unseren Medien sich Berichte von gewalttätigen regimekritischen Demonstrationen häufen. Insbesondere dann, wenn die Gegendemonstrationen überhaupt nicht erwähnt werden. Schon zu oft war das der Anfang eines oftmals gewaltsamen und von außen gesteuerten „Regime-Changes“ und das betroffene Land ist anschließend im Chaos versunken.

Syrienkrieg

Die Situation in Syrien scheint zu eskalieren.
Nach einem angeblichen Giftgasangriff befiehlt Donald Trump Angriffe auf einen Militärflughafen.
Ob aber wirklich Assad für die Angriffe verantwortlich ist,  ist fraglich. Unabhängig von der Frage, warum Assad solch einen sinnlosen Angriff hätte befehlen sollen (nach allen Interviews, die ich von ihm gehört habe, ist er weder komplett bescheuert, noch hatte er die Absicht Selbstmord zu begehen) gab es schon 2013 einen Giftgasangriff, für den Assad verantwortlich gemacht werden sollte, der bis heute noch nicht restlos aufgeklärt ist, für den aber vermutlich vom türkischen Geheimdienst unterstützte dschihadistische Rebellen verantwortlich waren.
Trotzdem äußert unsere Regierung Verständnis, für den überstürzten völkerrechtswidrigen Angriff der USA auf Syrien. Anscheinend wiederholt sich gerade die Geschichte vom Irakkrieg 2003.
Überhaupt kann man den Bürgerkrieg in Syrien auch mit ganz anderen Augen sehen, wenn man mal die „westliche Brille“ absetzt.
Übrig bleibt dann ein geplanter Regime-Change, um Assad von der Macht zu entfernen. Ein Grund ist vermutlich ein geplantes Pipelineprojekt, das von Assad verhindert wurde, weitere Ursachen dürften aber auch darin liegen, dass zusammen mit der Assad-Regierung auch eine wichtiger Verbündeter des Irans und Russlands von der Macht entfernt würde.
Um diesen Regime-Change vor der westlichen Öffentlichkeit zu begründen, wurde ein Propagandafeldzug gestartet, der soweit mir bekannt ist, bisher einmalig ist.
Doch trotz aller Propaganda, gibt es diesmal noch eine breite Gegenöffentlichkeit, die nach den Erfahrungen vom Kosovo-, Irak- und Libyenkrieg nicht mehr an die veröffentlichten Lügen glaubt und daran interessiert ist, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Leider werden diese Informationen in unseren Medien entweder gar nicht gezeigt, oder es wird versucht die Verfasser bzw. die Internetseiten auf denen sie veröffentlicht werden mit der Behauptung zu diffamieren, sie würden Verschwörungstheorien verbreiten.
Es sollte sich jeder ein eigenes Bild machen. Daher habe ich hier mal ein paar alternative Informationen und Links gesammelt.

Weiterlesen „Syrienkrieg“

Donald Trump

Update Jan. 2018
Ok – die Hoffnung auf eine Veränderung der imperialen US-Politik unter Trump hat sich zerschlagen. Aggressionen gegen Nordkorea, statt Verzicht auf provozierende Kriegsspiele vor der koreanischen Küste im Gegenzug auf eine Einstellung des Atomprogramm. Verschärfung des Konfliktes mit dem Iran. Im Iran gehen jetzt Proteste los. Es wird laufend von Demonstrationen gegen das Regime berichtet und von Toten und Verletzten. Gegendemonstrationen der Regime-Befürworter kommen in den Medien nicht vor. Dass viel Gewalt von teils bewaffneten Demonstranten ausgeht, die unter anderem versuchen Polizeistationen zu stürmen wird auch nur in irgendwelchen Nebensätzen erwähnt. Also anscheinend „The same procedur.. “ wie vor anderen Regime-Change (Versuchen). Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Der Iran ist nicht alleine. Vermutlich wird Russland ihn ebenso wenig fallen lassen wie Syrien. Und mit der „Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“ (von vielen schon als Anti-Nato oder als Warschauer Pakt 2.0 bezeichnet, wächst wieder ein starker Gegenpol heran.

Vielleicht hat die Aera Trump ja doch noch etwas Positives. Und zwar die Abkoppelung der deutschen Außenpolitik von den Interessen der USA. Allerdings sollte das nicht dazu führen, dass wir hinterher zwischen zwei Stühlen sitzen. Eine vernünftige Annäherung an Russland ist aber außenpolitisch leider auch nicht in Sicht. Es bleibt spannend.

Man muss Herrn Trump sicherlich nicht mögen. Ich kenne ihn nicht. Ich weiß nicht wie er wirklich ist. Ich kann mich nur über die Presse informieren, und dass ist manchmal sehr schwierig. Wie schon so oft, kommt mir vieles was geschrieben und gesagt wird nicht besonders objektiv vor. Es scheint so, als haben es viele einflussreiche Interessensgruppen darauf abgesehen, ihn lächerlich zu machen und politisch zu diskreditieren. Natürlich macht er das den politischen Gegnern und den Medien mit seiner Art auch sehr einfach. Doch mir tut er mittlerweile leid. Ich muss zugeben, dass ich froh war, dass er gewählt wurde und nicht Hillary Clinton. Erstens hatte ich Angst, dass die politische Agenda von Frau Clinton auf einen eskalierenden Konflikt mit Russland hinausgelaufen wäre (die geplante Flugverbotszone in Syrien hätte hier sicherlich ein nicht zu unterschätzendes Eskalationspotential gehabt, und zweitens war ich der Meinung, dass jeder, der für eine Veränderung in der US-amerikanischen Außenpolitik eintritt eine Chance verdient hat.

Donald Trump hat während des Wahlkampfes eine Rede gehalten, die mich ziemlich beeindruckt hat.

Unserer Bewegung geht es darum ein koruptes politisches Establishment mit einer Regierung zu ersetzen die wieder von euch dem amerikanischen Volk kontrolliert wird…
Hier geht es nicht nur um eine Wahl für vier Jahre. Dies ist ein Scheideweg unserer Zivilisation.
Diese Wahl wird zeigen ob wir eine Demokratie sind oder nur die Illusion einer Demokratie die von einer Handvoll globaler Lobbyisten kontrolliert wird…
Die mächtigste Waffe die die Clintons einsetzen sind die globale Medien. Die Medien habe nichts mehr mit Journalismus zu tun.
Jeder der sich ihnen entgegenstellt wird als Rassist, sexist oderXenophob gebrandmarkt. Sie lügen, lügen, lügen .. Und sie werden schlimmeres tun. Sie tun was immer nötig ist.
Sie wussten dass sie jede Lüge gegen meine Angehörigen und meine Familie  anbringen werden um mich zu stoppen. Trotzdem fange ich gerne diese Pfeile für euch ab, damit wir unser Land zurück bekommen können….
Die einzigen die diese korrupte Maschinerie aufhalten können seid ihr. Die einzige Kraft die stark genug ist unser Land zu retten sind wir.
Unsere große Zivilisation ist an einem Punkt der Abrechnung angelangt.
Ich müsste das nicht tun. Ich könnte ein wundervoll es Leben genießen anstatt durch diese Horrorshow aus Lügen Täuschungen und Attacken zu gehen.
Wer hätte sich das so vorgestellt.
Ich mache das weil mir dieses Land so viel gegeben hat. Ich spüre das es an der Zeit ist diesem Land etwas zurück zu geben.

https://youtu.be/vV0Jn8IF8_E

Natürlich mag es naiv sein, Wahlkampfreden zu vertrauen und zu hoffen, dass gerade ein Milliardär, der unverkennbar auch seine moralischen und menschlichen Schwächen hat und außerdem auch mit seinen politischen Ansichten nicht unbedingt auf meiner Wellenlänge liegt, der Hoffnungsträger sein soll, der erwas an der menschenverachtende und imperialistischen Außenpolitik der USA der letzten Jahrzehnte verändern wird. Doch ich war überzeugt, dass jede Veränderung in der Politik der USA nur ein Fortschritt sein kann. Aus vielen Gründen war ich der Ansicht, dass eine Fortsetzung der Politik die ganze Welt immer näher an den Abgrund gesteuert hätte.

Weiterlesen „Donald Trump“

Krim-Krise

Was ist hier eigentlich das Problem. Irgendwie verstehe ich es nicht. Eine überwiegend russische Bevölkerung ist mehrheitlich der Meinung, sich lieber Russland anzuschließen, als nach dem Putsch in Kiew weiterhin Teil der Ukraine zu bleiben. Nach meinem Demokratieverständnis sollten die Menschen immer mehrheitlich entscheiden können, wo und wie sie leben wollen. Ich glaube auch nicht, dass irgendjemand ernsthaft anzweifelt, dass es wirklich eine Mehrheit der Krim-Bevölkerung war, die sich für die Abspaltung von der Ukraine und einen Anschluss an Russland ausgesprochen hat. Also war das in meinen Augen doch eigentlich eine sehr demokratische Entscheidung. Ich verstehe nicht, was daran völkerrechtswidrig gewesen sein soll. Abgesehen davon, dass bei der Abspaltung des Kosovos von Serbien eigentlich auch nichts Anderes passiert ist. Naja – vielleicht mit Ausnahme davon, dass die USA jetzt auf der Krim keinen Militärstützpunkt ala Bondsteel errichten dürfen 😉

Weiterlesen „Krim-Krise“

Feindbild Russland

Georg Friedmann (Gründer und Vorsitzender des bekannten US-Thinktank Stratfort im Februar 2015)

«Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland . Weil vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.»
https://www.youtube.com/watch?v=cK54Xp6efw0

In der öffentlichen Wahrnehmung soll offensichtlich zur Zeit der Eindruck erweckt werden, dass es sich bei Vladimir Putin um einen gewaltbereiten und machtgierigen Politiker handelt, der im eigenen Land ein diktatorisches Regime führt und vor dessen Außenpolitik seine Nachbarländer Angst haben müssen. Aber auch auf die Gefahr hin, als sogenannter „Putin-Versteher“ beschimpft zu werden, finde ich diese aktuelle Argumentation nicht fair und auch nicht ehrlich.

Sicherlich gibt es immer noch berechtigte Kritikpunkte an der aktuellen Lage in Russland (Korruption, eingeschränkte Pressefreiheit etc.). Doch ob es Russland heute ohne Putin besser gehen würde darf doch stark bezweifelt werden. Die große Zustimmung, die er auch bei unabhängigen Umfragen in der Bevölkerung hat kommt nicht von ungefähr. Er hat bei seinem Amtsantritt ein Land übernommen, das durch den Zerfall der Sowjetunion und der Misswirtschaft und Ausbeutung des Volkseigentums sowie des darauf folgenden wirtschaftlichen Niedergangs unter der Jelzin-Regierung von 1991-1999 wirtschaftlich am Boden lag und dessen Bevölkerung mit Ausnahme einiger Profiteure, die sich damals am Volkseigentum bereichern konnten, total verelendet war.

Seit Putin im Jahr 2000 an die Macht kam ging es wirtschaftlich und sozial wieder stark aufwärts. Beispielhaft sei hier nur das enorm gestiegene Bruttoinlandsprodukt (2000 ca. 260 Mrd. $ 2012 ca. 2000 Mrd. $), der stark gestiegene Reallohn, die höheren Renten und die abgebaute Staatsverschuldung.
Die Sanktionen, die aufgrund des Ukraine-Konfliktes und der Krim-Krise gegen Russland verhängt wurden, sowie der Ölpreisverfall haben jetzt allerdings dafür gesorgt, dass die positve Entwicklung in Russland unterbrochen wurde.

Auch die immer wieder aufkommenden Vorwürfe wegen der Kriege gegen die Tschetschenen und gegen Georgien sind für mich nur schwer nachvollziehbar. Ich bin der Letzte, der Kriege gutheißen will. Doch wer in diesen Konflikten die alleinige Schuld bei Russland sucht sollte sich vielleicht erst mal mit den Hintergründen dieser Kriege (wie z. B. den Terroranschlägen der tschetschenischen „Rebellen und die Vertreibung der „Nicht-Islamischen Bevölkerung aus Tschetschenien oder den Einmarsch georgischer Truppen in Südossetien der den Krieg in Georgien auslöste) beschäftigen.

In Tschetschenien rissen intensiv aus dem Ausland unterstützte islamistischen Gruppierungen die Macht an sich. Der 1997 noch demokratisch gewählte Präsident Aslan Maschadow musste schon bald einwilligen, die Schari’a einzuführen. Dem Aufbau der staatlichen Exekutivstrukturen widersetzten sich kriminelle Clans. Bis zum Jahr 1999 verwandelte sich Tschetschenien auf diese Weise in ein sicheres Rückzugsgebiet für Mitglieder mafiaähnlicher Vereinigungen, die im ganzen GUS-Raum operierten. Parallel dazu fanden eine erzwungene Islamisierung des öffentlichen Lebens, Übergriffe auf nicht-muslimische Minderheiten und ihr Exodus statt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Tschetschenienkrieg

Außerdem finde es auch in Anbetracht unserer Vergangenheit (immerhin ist es gerade mal 60 Jahre her, dass wir uns verantwortlich für den Tod von ca. 28 Millionen Russen gemacht haben) nicht angebracht jetzt Russland unter der Regierung von Wladimir Putin in dieser Form zu dämonisieren.

Denn erstens hat sich in Russland seit den Zeiten des Stalin-Regimes doch einiges in Bezug auf Freiheit und Menschenrechte getan und zweitens gibt es mittlerweile auch mit Sicherheit einige ernsthafte Kritikpunkte an der Politik der EU und der USA. Dazu gehört unter anderem auch die Einmischung in die Politik von anderen Ländern (wie es momentan auch gerade wieder in der Ukraine passiert). Aber auch die NSA-Affäre oder die Drohnenangriffe gegen „Terrorverdächtige“ in Pakistan und im Jemen, bei denen auch immer wieder Zivilisten sterben, könnten theoretisch auch ein Grund für Sanktionen sein 😉

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